Bild: Google sucht künftig zuerst auf Smartphones, fotolia©Trueffelpix

Google führt Mobile-First-Index ein

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Im Oktober kündigte Google auf der Pubcon in Las Vegas eine folgenreiche Änderung für seinen Suchindex an. Künftig heißt es im Hause Google „mobile first“. Für Suchergebnisse war bislang die Desktop-Variante einer Website ausschlaggebend. Schon seit einiger Zeit erhält Google aber über 50 Prozent seiner Suchanfragen von mobilen Endgeräten. Künftig steht für Google entsprechend im Vordergrund, wie sich eine Seite auf mobilen Endgeräten verhält.

Smartphone-Nutzer als relevante Zielgruppe

Google möchte, dass Nutzer von mobilen Endgeräten auf Seiten gelangen, die sich auf ihren Geräten gut ansehen und nutzen lassen. Seiten, die das nicht gewährleisten, sind mit dem Smartphone häufig nur schwer zu bedienen. Google betrachtet dabei Smartphones als die relevante Produkt-Kategorie. Tablets spielen für den Mobile First Index keine maßgebliche Rolle.

Wer nicht umstellt, wird auf die hinteren Ränge verwiesen

Die eleganteste Lösung für die Darstellung auf unterschiedlichen Geräten ist Responsive Design. Dabei wird eine einzige Seite entwickelt, deren Design sich den Proportionen des genutzten Displays anpasst. Wer also bereits mit Responsive Design arbeitet, ist gut vorbereitet auf die Umstellung. Für alle anderen heißt es, sich künftig umzustellen, wenn die Internet-Präsenz bei Google nicht auf den hinteren Rängen landen soll. Künftig ist es unverzichtbar, eine Website mobil-freundlich zu gestalten. Mobile First bedeutet künftig auch, bei der Entwicklung einer Website zuerst die mobil-optimierte Variante einzurichten. Viele Unternehmen betrachteten eine mobile Version bislang als Luxus. Künftig wird eine solche grundlegend sein.

Online-Vermarktung großer Produktpaletten wird sich ändern

Unternehmen, die auf ihrer Website viel anzubieten haben, stehen demnächst vor einem Spagat. Für das Design von Seiten heißt es bei Smartphones „weniger ist mehr“, schließlich steht nur ein kleines Display zu Verfügung. Produkte die nur über die Desktop-Version eines Unternehmens zu finden sind, werden von Google künftig vernachlässigt. Unternehmen mit breiter Produktpalette, wie etwa Elektronik-Märkte, werden ihre Online-Vermarktung also wandeln müssen.

Hidden Content wird relevant

Einen Ausweg bildet hier eine weitere Änderung Googles im Zusammenhang der Mobile-First-Umstellung, die den Umgang mit Hidden Contents betrifft. Versteckte Inhalte, die nur über ein Drop-Down-Menü oder ein Tab erreichbar sind, wurden von Google bislang nicht gewertet. Inzwischen kam man aber zur Erkenntnis, dass aus Usability-Gründen verborgene Inhalte einen Nutzen für den Anwender bedeuten können, weswegen Hidden Content in der mobilen Suche künftig berücksichtigt werden soll.

Einige SEO-Tipps für den Umstieg auf Googles Mobile Index

  • bei Responsive Design auf Verwendung des meta name = „viewport“-Tag achten.
    Das Fehlen kann zu fehlerhafter Darstellung und einer Einstufung als mobil-unfreundlich führen,
  • Google muss die Beziehung zwischen Desktop- und mobiler Version korrekt verstehen
    • Desktop- und mobile URLs klar trennen,
    • mit dem rel=„alternate“-Tag von der Desktop-Version auf die mobile Version zeigen,
    • mit dem rel =„canonical“ -Tag von mobiler Version auf die Desktop-Version zeigen,
    • Verknüpfung beider Versionen durch gegenseitige Verlinkung,
  • von der mobilen Seite sollten keine inkompatiblen Inhalte (z.B. Flash) aufgerufen werden
  • kurze Ladezeiten (insbesondere bei Bildern und Multimedia-Inhalten)
  • Inhalte für mobile Geräte optimieren.

Einige nützliche Analyse-Tools, mit denen geprüft werden kann, wie sich Internet-Seiten auf mobilen Endgeräten verhalten, finden sich im Folgenden:

Kategorien: Design, SEO, Webdesign

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