Netzneutralität – wird sie wegfallen?

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Netzneutralität

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Was ist die Netzneutraliät?

Zurzeit werden Daten und Inhalte nicht nach Wichtigkeit gewertet oder priorisiert, sondern alles wird gleichschnell versendet. Die Wertung der Daten ist also neutral. Daten bleiben dabei unverändert, egal welchen Inhalt sie enthalten.

Debatte in den USA

Die US-Behörde FCC (Federal Communications Commission) regelt in den USA verschiedene Kommunikationswege. Sie hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der vorsieht die Netzneutralität abzuschaffen. Zurzeit ist unklar, wie es in den USA weitergeht, denn es gibt große Proteste, an denen sich auch Unternehmen wie Facebook und Google beteiligen. Selbst US-Präsident Barack Obama hat sich für die Netzneutralität ausgesprochen. Allerdings ist die FCC unabhängig.

Gegner der Netzneutralität

Viele Unternehmen sehen Vorteile im Zwei-Klassen-Internet, denn sie könnten Geld dafür nehmen Daten bevorzugt und somit schneller zu verschicken.

Befürworter der Netzneutralität

Befürworter der Netzneutralität fordern ein gleiches Recht für alle.  Es soll eine Monopolbildung verhindert werden, die entstehen würde, wenn bestimmte Unternehmen schnellere Verbindungen hätten als andere. Somit würde vermutlich ein Zwei-Klassen-Internet entstehen, wobei Internetriesen sich schnelle Verbindungen kaufen könnten und kleinere Unternehmen bzw. Start-Ups auf der Strecke blieben und auf langsamere Verbindungen angewiesen wären. Somit gäbe es keine Innovationen und Vielfalt mehr im Internet. Um Datenpakete auf Ihre Wichtigkeit zu überprüfen müssten sie ausgewertet und inspiziert werden. Es würden also Daten untersucht. Des Weiteren könnten Unternehmen künstliche Verlangsamung einsetzen, um Unternehmen dazu zu bringen eine schnellere Übertragung zu kaufen.

Streit zwischen Netflix und Verizon

Auch der Streit zwischen den Internetriesen Netflix und Verizon löste in den USA eine Debatte aus. Der Streaming-Anbieter Netflix beschuldigte den Provider Verizon öffentlich für langsame Videos verantwortlich zu sein. Verizon verteidigte sich und meinte Netflix wäre selber dafür verantwortlich. Der Streit ist so brisant, da es die Grundsatzdiskussion über die Netzneutralität darstellt und die Frage aufwirft, ob Unternehmen schnellere Verbindungen kaufen sollten oder nicht.

Netzneutralität in Europa

Auch in Europa gab es eine Debatte über die Netzneutralität, allerdings ist der Gesetzentwurf auf dem Weg, der die Neutralität in Europa politisch festschreibt.

Fazit

Das Zwei-Klassen-Internet ist nur für bestimmte Firmen von Vorteil, denn sie könnten Geld dafür nehmen, schnellere Verbindungen zu gewährleisten. Allerdings ist das Internet eine der wenigen Orte, wo zurzeit jeder auf der gleichen Ebene steht und die Chance hat sein Unternehmen zu finanzieren. Mit dem Zwei-Klassen-Internet hätten große Unternehmen einen starken Wettbewerbsvorteil und es wäre ein Desaster für kleinere Start-Ups.

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