Design oder Nichtsein?

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Design oder Nichtsein

Die Wichtigkeit des Design

Für viele ist Design mit einer Art Dekor gleich zu setzen. Schön, aber nicht unbedingt notwendig.Warum aber sollte das Design eines Projektes nicht nur sein Sahnehäubchen, sondern ein elementarer Bestandteil sein?

  Eine Affinität für visuelle Gestaltung haben nicht alle Menschen, so beachten die einen beispielsweise das Erscheinungsbild einer Website mit großer Sorgfalt, während andere das Design nur unterbewusst wahr nehmen. Ob dies nun eine Website betrifft oder ein Objekt, Produkt oder eine Benutzeroberfläche, spielt keine Rolle. Design ist in jedem Entstehungsprozess ein wichtiger Aspekt. Insofern gibt es Web-Designer, Grafik-Designer, Screen-Designer, Interaction-Designer und viele weitere Untergruppen aus diesem Berufsfeld. Dies hat auch zur Folge, das der Begriff in den Jahren immer wieder neu definiert, was auch das Berufsfeld beeinflusst.  

Wie notwendig ist das Design?

Schon die Übersetzung des Begriffes Design aus dem lateinischen bedeutet "(be)zeichnen" weshalb die Fähigkeit des Malens und Zeichnens dem Designer auch oft zugeordnet wird. Umgangssprachlich soll der Designer sich bei seiner Arbeit oft darauf konzentrieren, dass etwas "schön gemacht" wird. Hierbei darf die Funktionalität eines guten Designs jedoch nicht außer Acht gelassen werden. So funktioniert eine Idee oder ein Projekt neben guten Inhalten und guter Planung auch nur mit dem passenden Erscheinungsbild.  

Was macht ein gutes Design aus?

Aus der Annahme heraus, Designer wären begabte Künstler mit Pinsel und Farbe ergibt sich eine falsche Einschätzung dieses Fachbereichs. Denn nicht die freie Kunst und Ästhetik spielt bei einem ausgefeilten Design eine Rolle, sondern seine Funktion als Verkaufssteigerung. So soll Design nicht zwingend "schön" sondern vielmehr prägnant sein und einen Wiedererkennungswert generieren. Was macht Design allerdings aus? Was bringt Käufer dazu, zu einem Produkt zu tendieren, während ein anderes außer Acht gelassen wird? Ein gutes Design erkennt man beispielsweise nicht an der Farbe des Logos. Es spielt keine Rolle ob dieses gelb oder grün ist. Würde die Farbe grün jedoch mehr zum Produkt oder zur Marke passen, da man deren Eigenschaften mit dem grün am meisten assoziiert, ist genau dies eine Frage des Designs. Des Weiteren soll es eine Sache sein: ansprechend. Der Interessent wird häufig zum Käufer, da er sich von einem Produkt emotional angesprochen fühlt. Hierbei muss kein bestimmtes Gefühl getroffen werden, sondern schlichtweg ein unterbewusstes Bedürfnis.

Was ist meine Zielgruppe?

Die Antwort dieser Frage bildet die Grundlage eines guten Designs. Es ist der erste Schritt im kompletten Prozess zu einem funktionierendem neuen Erscheinungsbild. So ist es hierbei oft sinnvoll sich in die Rolle des späteren Käufers zu versetzen, um dessen Bedürfnisse an ein neues Produkt nachempfinden zu können. Mit dem deutlich werden der Bedürfnisse können später Gestaltungsmittel verwendet werden, die die Erwartungen des Kunden treffen. So wird er durch seine subjektiven Erwartungshaltung darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dem Produkt um etwas handelt, was seine Lebensqualität ein Stück weit verbessert. Wenn man diese Vorgänge nun auf das Web-, Screen- oder Interface-Design überträgt, spricht man von Interaktionsdesign. Dieses soll den Nutzer durch die entsprechende Website geleiten. Dies funktioniert durch Gestaltungsprozesse die so definiert werden, dass der User die Seite intuitiv bedienen kann. Die Benutzung der Seite wird somit über das Design gelenkt und für den User vereinfacht.  

Visuelles Design

Das Visuelle Design ist jenes, das man zuerst sieht. Sprich, über diese Art von Erscheinungsbild muss sich der Web-, oder Screendesigner als erstes Gedanken machen. Die Frage "Was will ich mit meiner Firma sein und für wen will ich es sein?" spielt hierbei wieder eine große Rolle. Außerdem muss die Art der Präsenz (Website oder App/ Landingpage oder Microsite/ Information oder Entertainment) geklärt sein. Für die Umsetzung ergeben sich somit diverse Ansatzpunkte für das Einsetzen von Gestaltungsmitteln: - Definition der Gestaltung - Farbauswahl unter Berücksichtigung der Farbwirkung und Farbkombination im kulturellen Kontext - Form und Position (rund/eckig, aufstrebend/absteigend, Nähe/Distanz) - Typografie und Schriftwirkung (massiv/leicht, altertümlich/modern, informationsgebend/unterhaltend) - Bildsprache (realistisch/abstrakt, Illustrationen, Infografiken..?) Aus diesen Optionen gilt es für den dDesigner dann nicht nur die zum Unternehmen und der Marke passenden herauszufinden, sondern auch alle miteinander zu verknüpfen. Denn erst das in sich stimmige Gesamtkonzept bildet das fertige Design.  

Gutes Design zahlt sich aus: Conversion-Optimierung

Design ist eine Dienstleistung. Somit muss man es beispielsweise von einem Objekt unterscheiden, welches man kauft und direkt einen finanziellen Nutzen für die Firma ausmacht. Der Erfolg durch Design kommt nach und nach, was zwar bedeutet, dass sie für eine gut gestaltete Website gelobt werden, Käufer aber erst nach einer gewissen Zeit aufmerksam werden. Des Weiteren fällt einem Laien eher die negative Erscheinung einer Website auf, weshalb besonders diese Eigenschaft vermieden werden soll. Auch viele Studien bestätigen, dass ein professionelles Design besonders für Shop-Websites wichtig ist, da so das Vertrauen des Kunden erzeugt wird. Dabei zählt wie so oft der erste Eindruck. Ist ein Shop unzureichend gestaltet, verweist dies auf die Qualität der Produkte und lässt den potenziellen Kunden eventuell auf einer Konkurrenzseite mit ansprechenderem Design fündig werden. Diesen Effekt kann der "normale" Nutzer oft nicht einmal benennen, er weiß beispielsweise nicht, dass ihm die ideale Typografie oder die gute Farbkombination anspricht, sondern nur, dass er sich überhaupt angesprochen fühlt. Diese Wirkung des Designs wirkt im Conversion-Optimierungsprozess mit Qualitätsmerkmalen wie Zertifikaten, Kundenstimmen oder Siegeln einher, wobei sogar der Inhalt dieser Elemente eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn der erste Eindruck beim Kunden positiv ausfällt, muss dieser weiterhin durch gute Benutzerführung und Interface Design gehalten werden, da erst so die sinnvolle Nutzung der Website oder App funktioniert. Wichtig ist bei der guten Gestaltung auch die Form, in der ein User so auf die Inhalte der Website neugierig gemacht wird. Durch diese Neugier des Nutzers, fallen die Vorteile der angebotenen Produkte oder Dienstleitungen noch mehr ins Gewicht.  

Das eigene Design-Verständnis verbessern

Bevor ein unternehmensspezifisches Design ausgearbeitet und umgesetzt werden kann, muss sich der Auftraggeber im Klaren darüber sein, welchen Stellenwert dieses für sein Unternehmen hat. Wer diesen Wert nicht erkennt wird auch nicht in ein neues Erscheinungsbild seiner Marke investieren. Der Schritt zum professionellen Design ist jedoch nicht schwer. Auch wenn der Auftraggeber zunächst keine konkreten Anweisungen über die Optimierung seiner Seite geben kann, hat er bereits diverse Vorstellungen wie die Gesamtgestaltung zu wirken hat. Der Designer unterstützt genau an der Stelle, an der es dem Auftraggeber schwer fällt zum Ausdruck zu bringen, was seine Wünsche sind und berät hier mit dem nötigen Fachwissen. Nur durch diese ständige Kommunikation kann ein qualitativ hochwertiges Design entstehen, welches die persönliche Handschrift der betreffenden Firma optimal hervorhebt.

Gutes Design ist individuell

Ein "hübsches Aussehen" einer Plattform kann für Nicht-Designer bereits erreicht werden, indem das Erscheinungsbild aktuellen Trends folgt. Zu unterscheiden ist diese "hübsche" Seite jedoch von einer professionell gestalteten Page. Denn das Ziel ist es hier nicht "gut" auszusehen, sondern im Kopf der Interessenten zu bleiben. So liegt es doch nahe, dass sich auch ihre Konkurrenz an den Trends bedient hat und sie selbst nun nicht mehr herausstechen! Ein weiteres Beispiel für ungenügendes Design ist das Crowdsourcing. Dieses Prinzip vergibt Designaufträge an Freiwillige. wie man sich bereits denken kann, liegt das Augenmerk hier in der Quantität, statt Qualität. Wer also auf die günstige Vergütung dieser "Hobby-Designer" anspringt, darf sich nicht wundern, wenn seine Bildmarke ein Standardlogo ist, wie man es in der Google-Bildersuche in einer Vielzahl vorfindet. Auch die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Designer wird auf ein Feedback wie "gefällt" oder "gefällt nicht" reduziert , wodurch viele der genannten Aspekte einer guten Gestaltung verloren gehen. Abschließend ist somit zu sagen, das gutes Design ein Prozess ist, welcher auf den funktionierenden Dialog zwischen Fachwissen und Bereitschaft zur Veränderung gestützt ist. Die daraus konsultierenden professionellen Lösungen sind die Investition wert! Übrigens, ein individuelleres Design als eins in Zusammenarbeit mit Redmarketing Berlin entwickelt, gibt es nicht.
Kategorien: Design, Webdesign

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